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Interview
mit Daniel Haas
zur Jugendförderung
und dem Kyosho-
Engagement für die Nitro-Jugendtage
„GOOFY 2007“
Anlässlich
der INTER-
MODELLBAU Dortmund fanden mehrere Gespräche des Jugendreferenten im
DMC mit Vertretern der Modellbauindustrie statt. Im Mittelpunkt standen dabei
Diskussionen zu den Möglichkeiten der Nachwuchsförderung im DMC und seinen
angeschlossenen Ortsverbänden.
Mit der
Kyosho-Deutschland GmbH konnten bereits konkrete Maßnahmen für 2007 verein-
bart
werden, darüber wurde bereits an anderer Stelle berichtet.
Mit Daniel Haas, dem Leiter des Eventmanage-
ments bei
Kyosho-Deutschland führte ich kürz-
lich ein Gespräch zur Philosophie des
Unter-
nehmens in Sachen Jugendförderung.
Die wesentlichsten Aussagen könnt Ihr
hier nachlesen.
J.F.
Daniel,
hinter Kyosho liegt eine erfolgreiche Saison 2006 und auch auf den Messen sind
die Kyosho-Neuheiten, besonders im Car-Segment, ständig dicht umlagert. Richtet
sich die Aufmerksamkeit von Kyosho nun hauptsächlich an die quasi
professionellen Piloten und Teamfahrer?
D.H.
Natürlich
ist Kyosho stolz auf seine Erfolge. Die besondere Förderung guter Fahrer in
Deutschland, aber auch weltweit, dient natürlich dazu, zu beweisen, dass unsere
Fahrzeugkonstruktionen zur absoluten Weltspitze gehören. Die enge
Zusammenarbeit ist auch deshalb wichtig, da die vielen Erfahrungen der Fahrer,
die am Limit fahren, für uns eine wertvolle Rückkopplung für die
Weiterentwicklungen darstellen. Und genau hieraus resultieren aber auch unsere
Möglichkeiten Konstruktionen – und zwar wettbewerbsfähige – für das weitaus
größere Segment der Hobbyfahrer, Newcomer und zur Nachwuchsförderung
anzubieten.
J.F.
Nachwuchsförderung
ist ein gutes Stichwort. Was tut Kyosho in diesem Bereich?
D.H.
Nun
natürlich sehen wir unsere Hauptaufgabe in der Bereitstellung entsprechender
Fahrzeuge. Für die Wettbewerbsklasse OR 8 gibt es einige RTR-Modelle, die zu
einem wettbewerbsfähigen Preis den Anfänger in die Lage versetzen mit einem
Komplettangebot, also Auto und RC-Anlage, möglichst unkompliziert und schnell
an Rennen teilnehmen zu können. Auch für den mehr und mehr attraktiveren
Bereich der Truggies arbeiten wir in dieser Richtung. Darüber hinaus richten
wir aber auch eine ganze Reihe von Veranstaltungen aus, deren
Publikumswirksamkeit das Interesse von Jugendlichen am RC-Car Rennsport wecken
soll.
J.F.
Das Angebot
an Fahrzeugen ist ja nun durchaus nicht schmal und Rennveranstaltungen führen
auch die anderen Hersteller durch. Das Problem für den Anfänger besteht ja
nicht nur in der schwierigen Wahl des richten Einsteigerangebotes, sondern eher
in der sich daran anschließenden Praxis des Umgangs mit der Technik, der
Aneignung fahrerischer Routine usw. Wie hebt sich Kyosho denn hier von den
anderen Herstellern ab?
D.H.
Richtig. Das
ist ein Problem aller Hersteller. Natürlich versuchen wir die an uns gestellten
Fragen so gut wie möglich und so schnell wie möglich zu beantworten. Aber es
ist eben so,
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dass eine Antwort sofort zig weitere Fragen hervor ruft und damit
sind unsere Möglichkeiten einfach überfordert. Wir können nicht auf der einen
Seite die elementaren Grundlagen vermitteln, die z. T. Bestandteile des
Schulunterrichtes in Naturwissenschaften und Technik waren aber oft durch
mangelnde Praxisbezogenheit wohl nicht zu den Aha-Erlebnissen der Jugendlichen
geführt haben. Auf der anderen Seite können wir auch nicht aus der Ferne jede
Detailfrage wirklich erfolgreich beantworten. Selbst wenn uns jemand ein
komplettes SetUp seines Autos senden würde, könnten wir dennoch nur Vermutungen
anstellen, warum dieses oder jenes Fahrverhalten nicht funktioniert, da weder
die Strecke noch das spezifische Fahrvermögen des Fahrers bekannt ist. Wer also
wirklich ernsthaft an diesem Hobby interessiert ist und auch seine Erfolge im
Wettbewerb mit anderen messen möchte, dem sei immer der Anschluss an einen
entsprechenden Verein geraten. Der DMC ist ja dafür der richtige
Ansprechpartner.
J.F.
Bedeutet
das, ohne einen Verein ist das Hobby oder der Einstieg in den RC-Car Rennsport
ziemlich sinnlos?
D.H.
Natürlich
nicht. Aber die Vorteile überwiegen eben. Einmal der Erfahrungsaustausch mit
Gleichgesinnten, die permanente Lernmöglichkeit von erfahrenen
Vereinsmitgliedern und nicht zu vergessen, dass über viele Vereine auch eine
günstige Versicherung angeboten wird.
Ein ca. 3 kg schwerer Buggy mit einer Geschwindigkeit von sagen wir mal 50 km/h
kann schon erhebliche Verletzungen hervorrufen.
J.F.
Daniel, Du
sprachst den DMC an. Was kann denn aus der Sicht eines Herstellers hier noch
mehr für die Nachwuchsförderung getan werden?
D.H.
Ich kann nur
für Kyosho reden. Wichtig erscheint mir die Schaffung von öffentlichen
Erfolgserlebnissen für den Nachwuchs. Natürlich kann immer nur eine Person z.B.
Deutscher Jugendmeister werden, ich glaube, diesen Titel gibt es offiziell gar
nicht. Wäre doch aber nicht schlecht und ein Ansporn für die Altersklasse.
Diesbezüglich könnte der Dachverband vielleicht noch wirksamer werden.
Spezielle Jugendveranstaltungen werden ja vom DMC bereits veranstaltet, hier
sind wir immer zu einer Kooperation im Rahmen unserer Möglichkeiten bereit.
J.F.
Ist das der
Grund für das Kyosho-Engagement zu den Nitro-Jugendtagen GOOFY 2007 im August
dieses Jahres?
D.H.
Ja. Wir
finden die Idee einer speziellen Jugendveranstaltung im Off Road sehr
interessant und haben uns deshalb zu einer aktiven Unterstützung entschieden.
J.F.
Was bedeutet
denn aktiv?
D.H.
Eben mehr,
als das Spenden eines Preises oder der Beteiligung an der Bandenwerbung etc.
Wir werden mit unseren Spezialisten vor Ort sein und in Workshops Praxiswissen
vermitteln und Fragen zu beantworten. Das soll ein intensiver Beitrag zu Deiner
früheren Frage zu dem „Was kommt nach dem Kauf?“ sein. Wir werden zu der
Veranstaltung auch in unseren Medien berichten, unserem „Power & Action“
Journal zum Beispiel.
J.F.
Das hört
sich gut an und wird sicher gerade bei den Newcomern gut ankommen.
Daniel, vielen Dank für das Gespräch.
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