Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin. Getreu diesem Motto fanden sich rund 40 Teilnehmer am 04.-05.07. zum 5. SM Lauf 2009 in Schenkenhorst bei den Roadrunnern
ein.
Unter dem wolkenbehangenen Himmel schlugen die meisten Teilnehmer schon am Samstag Ihre Pavillons auf und wollten sogleich einen Blick auf die neu präparierte Rennstrecke werfen. Gab es doch in den letzten Jahren immer wieder Probleme mit der Standfestigkeit. Hier wurden jedoch die Hausaufgaben gemacht. Rasengittermatten an neuralgischen Stellen, eine befestigte Steilkurve und die neue 4er Kombination zeugten von dem Arbeitsaufwand der hier eingebracht worden ist.
Sogleich zeigten die ersten Trainingsrunden, dass es sich hierbei um eine technisch anspruchsvolle Strecke handelt, die man nicht einfach mal so „runterbrettern“ kann. Gerade im 4er hatten doch so einige Fahrer zu kämpfen. Einzeln fahren kam nicht in Frage – so musste entweder 2 – 2 oder 3 – 1 gesprungen werden. Die neu befestigte Steilkurve offenbarte Grip ohne Ende und führte schon am Ausgang zu ungeahntem Topspeed auf der Geraden. Anderseits führte es auch zu einigen verbogenen Dämpferbrücken von Fahrern welche die Seitenstabilität ihres Fahrzeuges am Limit testen wollten.
Die von (Jung)Rennleiter Daniel Rohweder geleitete Fahrerbesprechung um 16.30 Uhr enthielt alle notwendigen Infos rund ums Wochenende. Unterstützt wurde Daniel vom Sportkreisvorsitzenden Frank Morgenstern, welcher aber fast keine ergänzenden Worte finden musste.
Der 1. Vorlauf zeigte dann aber, dass nicht vollständige Gruppen ein kleines Helferproblem entstehen lassen. Auch die „klaren Worte“ des Rennleiters doch „bitte“ die Helferpositionen einzunehmen bzw. durch „hauseigenes“ Personal zu besetzen verhallten ungehört auf dem weitläufigen Gelände des MCC Schenkenhorst. Hier muss an der Autorität noch ein wenig gefeilt werden … eventuell fehlte Daniel auch nur die Unterstützung seitens der Vereinskameraden.
Der Samstagabend endete mit einer kleinen Überraschung. René König vom RC Racing Club Eisenach e.V., fuhr beim ersten Einsatz seines neuen Fahrzeugs gleich an die Spitze der Rangliste des 1. Vorlaufs.
Das um halb zehn in Deutschland nicht nur gefrühstückt, sondern auch Vorläufe gefahren werden, ist jedem RC Car Fahrer bekannt. Leider setzte sich das Helferproblem vom Samstag fort, was bei einigen Fahrern zu Unmutsbekundungen führte. Rennleiter Daniel Rohweder fand darauf nun die richtige Tonart und die Situation bei den „Autoumdrehern“ besserte sich.
Nach dem Ende der Vorläufe führte jedoch die Finaleinteilung von Zeitnehmer Uwe Dietl ein wenig zur Verwirrung. Doch auch dieses Manko wurde zur Zufriedenheit Aller gelöst und begonnen wurde im 1/8. Bedingt durch die knappe Teilnehmerzahl starteten hier nur 7 Fahrer, wovon 6 Fahrer in das 1/4 Finale aufsteigen.
Das 1/2 Finale zeigte dann auch gleich die nächste Überraschung aus Thüringen. Marcus Krause ebenfalls vom RC Racing Club Eisenach, machte sich nachträglich ein schönes Geburtstagsgeschenk und fuhr mit seinem Xray 808 ins Finale. Die Überraschung daran war, dass er viel mehr davon überrascht war …
Neben den Buggys waren natürlich auch die Truggys vor Ort. Das kleine Starterfeld von 5 Fahrern ermöglichte allen einen Platz im Finale. Hier dominierte von Anfang an Mirko Morgenstern (Fast Boys Berlin). Leider musste dieser nach der 34. Runde bedingt durch einen technischen Defekt das Feld räumen und überließ Eberhard Beck (MTB Berlin) die Führung. Eberhard konnte mit einem Vorsprung von 5 Runden vor Oliver Reimann (RMC Wolfsburg) und Peter Frank (RC Racing Club Eisenach) den Sieg souverän einfahren. Platz 4 ging an Mirko und Platz 5 an Peter Ehrhardt (MC Schwedt).
Das Buggy Finale offerierte Spannung pur zu werden. Das Starterfeld sah wie folgt aus: Schlautmann, Block, König, Rosenthal, Koch, Küssner, Krieg, Jung, Ziegler, Krause
Nachdem die erste Kurve gemeistert wurde legten sich im und am Ende der 4er Kombination einige Fahrer ab und würfelten damit die Reihenfolge gehörig durcheinander. Wenige Runden später war jedem Zuschauer klar, dass sich das Finale zu einem spannenden Zweikampf zwischen René König und Philip Rosenthal entwickeln wird. Bereits nach 2 Minuten hatte René vor Philip die Führung übernommen und behielt diese für gut 14 Minuten inne. Dann, mit ca. 20 Sekunden Vorsprung auf Philip, kollidierte er mit einem anderen Fahrzeug und legte sich aufs Dach. Der Schreck beim Fahrer war groß, als nach dem Umdrehen auch noch der Motor abstarb. Selbst der schnelle Einsatz seines Helfers Nico Caspari konnte die Übernahme der Führung durch Philip nicht abwehren. Bis zur 25 Minute im Finale änderte sich an dieser Konstellation nichts. Ab diesem Zeitpunkt wirkte Philips Fahrzeug irgendwie langsamer als die Runden zuvor – ein Defekt bahnte sich wohl an. Die letzten Minuten vor Schluss befanden sich beide Fahrzeuge direkt hintereinander mit einem Abstand von < 1sec. In der 28 Minute musste Philip das Fahrzeug von René passieren lassen. Mit einem Vorsprung von nur 4 Sekunden fuhr René vor Philip ins Ziel. [Anmerkung d. Redaktion] Die Freude über diesen Sieg kann man den letzten Sekunden unseres Videos entnehmen.
Die restlichen Fahrer reihten sich wie folgt ins Finalergebnis ein: Maximilian Block, Sven Schlautmann, Oliver Krieg, Andreas Koch, Orwen Küssner, Marcus Krause, Karl-Heinz Jung und Sven Ziegler
Später erfuhren wir was zum veränderten Fahrverhalten bei Philips Fahrzeug geführt hat. Zum einen hatte sich das Zahnflankenspiel zwischen Glocke und Hauptzahnrad gegen null genähert und zum anderen brach der Akku zusammen was ein gleichzeitiges Betätigen von Gas und Lenkung nahezu unmöglich machte.
Am Ende bleibt nur zu sagen, dass wir allen Gewinnern gratulieren, dass es Spaß gemacht hat auf der „neuen“ Bahn und das wir uns bei Daniel Rohweder und dem Team bedanken möchten.
Einige Bilder findet Ihr in unserer Galerie
und für die Daheimgebliebenen gibt es hier die Finalläufe in voller Länge.
Finallauf Klasse: Buggy
Finallauf Klasse: Truggy
Benutzerkommentare
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1.
23-07-2009 10:18
Video
Kameraperspektive diesmal sehr gut, aber leider immer der gleiche Fehler: Es wird den gesamten Lauf über nur der Führende gezeigt, was nach wenigen Minuten uninteressant wird. Vielmehr müssen Zweikämpfe gezeigt werden, wenn zwei Fahrzeuge sich näher kommen. Andernfalls schaut man nicht lange zu.
Jan - Alles richtig! Problem liegt darin, dass ich nur mit einer Kamera arbeite. Wildes hin und her Geschwenke macht das Ergebnis nicht besser. Mit einer Kamera mehr könnte man schon Zwischenschneiden. Da wir aber Alles mit und aus eigenen Mitteln realisieren, sehe ich kaum Möglichkeiten die Situation zu verbessern. Sollte uns jemand unterstützen wollen - nur her damit.