Am 18./19. Juli 2009 fand bei den RC Car Freak´s Unstrut Hainich der 6. und somit letzte Lauf zur Sportkreismeisterschaft 2009 statt. Und es versprach spannend zu werden! Warum, verriet ein Blick auf die Rangliste, nur 1 Punkt führte Philip Rosenthal vor Sven Schlautmann.
In der Vorbereitung zum SM Lauf hatten die RC Car Freaks UH noch mal Hand an die Strecke gelegt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Da das Rennen gleichzeitig als Freundschaftslauf ausgeschrieben war, freuten sich die Veranstalter auch über Nennungen von nicht DMC Mitgliedern. Beim Blick auf die aktuelle Nennliste auf der Webseite von Ann-Kathrin Gora wurde aber bereits ein eher traurige Beteiligung sichtbar und muss unter den Off Roadern des SK diskutiert werden. Doch nun zum Rennen:
So, wie im Bild links, kam die Nacht am Freitag über das Gelände und ein Gefühl von Götterdämmerung machte sich breit. Doch mystisch wurde es nicht, sondern nur sehr nass. Es regnete Stunden um Stunden in der Nacht zum Samstag und damit setzte sich auch die Tradition dieser Saison konsequent fort.
Dennoch herrschte eine gute Stimmung im Fahrerlager am frühen Samstagmorgen, die Beeinträchtigung des Tracks war weniger schlimm als es das Regenrauschen der Nacht vermuten ließ. Die Vorbereitungsarbeiten zur Präparation der Strecke durch die UH-Freaks hatten daran sicher auch keinen unerheblichen Anteil, bereits im Training zeigte sich, dass die Strecke auf dem besten Weg ist, ihren Ruf als natürlichster "Acker" der ostdeutschen Off Road Pisten zu verlieren. Das Team um Pierre Keil hatte hier eine sehr gute Arbeit geleistet und auch sonst war alles für ein gelungenes Rennwochenende vorbereitet.
Die Fahrerbesprechung am späten Samstagnachmittag ging unmittelbar in den ersten Vorlauf über und Sven Schlautmann musste feststellen, dass allein eine gemeinsame Teilnahme mit dem Auto (s.a. Blid links) noch keine Garantie darstellt, denn Rang 7 nach dem ersten Vorlauf bedeutete einen späten Aufbruch in die Langensalzaer 5-Sterne Übernachtunsszene: Schrauben war angesagt. Der Listenführende, Philip Rosenthal, erreichte einen 2. Rang in diesem Vorlauf, es deutete sich bereits jetzt eine spannende Finalsituation an.
Der Samstagabend verging also mit vielen Mechanikerstunden, aber auch mit viel R/C Fahrerlatein, leckerer Versorgung durch die besseren Hälften des Langensalzaer Clubs und vor allem einer illustren Mischung aus Folk, Rave, HardCore Techno und klass. Schlagern aus den installierten Schallkanonen.
Der Sonntagwar dann von restlichen Vorläufen und den Finals gekennzeichnet. Die Strecke hatte zwar oberflächlich noch einmal Nacht- und Taufeuchtigkeit angelegt und manch ein Helfer sah erschreckend nach einer gegefährlichen Krankheit aus, was sich dann
aber nur als gewöhnliches Helfersyndrom erwies: Dreckpocken.
Die Vorläufe ergaben dann für die Klasse OR8 Philip Rosenthal als TQ, gefolgt von René König, Tobias Rosenthal, Gottfried Müller und Michael Schröder. Sven Schlautmann fuhr trotz vieler SetUp-Tüfteleien nur auf Rang 6, die Gesamtsituation könnt Ihr hier
nachlesen.
Bei den Truggy-Piloten wurde Max Heydenreich TQ vor der Lokalfavoritin Ann-Kathrin Gora, Peter Frank, Danny Rumpf und Oliver Reimann (der erstmalig seinen Mugen-Truggy erfolgreich einsetzte). Die weitere Reihen-
folge hier .
Nach erfolgter Stärkung mit thüringischen Spezialitäten Rostbrätl und Bratwurst aber auch Pommes r/w und Soljanka, leckerem Kuchen etc. ging es zu den Finals.Das 1/2 B konnte René König vor Sven Schlautmann mit jeweils 40 Runden und Gottfried Müller (39 Runden) gewinnen. Weiter qualifizierten sich Max Heydenreich und Daniel Kühn. Oliver Reimann erreichte den undankbaren Platz 6, was dennoch erwähnenswert ist, da er den Buggy erst zu diesem Zeitpunkt wirklich auf die Strecke brachte und praktisch ohne Trainingsvorlauf fuhr. Im 1/2 A siegte Philip Rosenthal vor Michael Schröder, beide mit 40 Runden, wobei Philip mit 28.856 die beste Rundenzeit von René mit 28.381 aus dem 1/2 B nicht knacken konnte. Weiter stiegen auf Nico Caspari, Tobias Rosenthal und Ingolf Kurwan, alle mit 37 Runden.Mit diesen Ergebnissen ging es also in den Finallauf:
Nach einem gelungenen Start hatte Philip einen kleinen Fahrfehler, legte sich aufs Dach und wurde sofort aus der führenden Position um 5 Plätze nach hinten verschoben. Ungefähr nach 13 Minuten konnte sich Sven Schlautmann in einer sehr eng gefahrenen InField-Kurve die Spitze erkämpfen und diese auch über den 2. Tankstopp behaupten (ausgeführt von zwei Ladies, die den Eindruck eines eingespielten Teams vermittelten, obwohl es für K. Reimann ein Debut war). Nur Sekunden dahinter René König. In diesem Abstand ging es Runde um Runde bis wenige Minuten vor dem Ende des Laufes sich René noch einmal mit einem mächtigen Beschleunigungsspurt an die Spitze setzte. In einer erneut eng gefahrenen Kurve behieltdann Sven die Nerven und schlüpfte durch eine Lücke so breit wie ein Buggy wieder an die Spitze und behielt diese bis zum Rennende, um mit ca. 8,5 Sek. Vorsprung diesen Lauf zu gewinnen.Philip Rosenthal hatte sich zwischenzeitlich auf die dritte Position vorgekämpft, wobei im letzten
Drittel des Rennens der Heckflügel seines Autos eine eigenwillige Position einnahm, Ursache: Eine verlorene Befestigungsschraube! Trotz dieser Beeinträchtigung sicherte er sich aber mit 1 Runde Rückstand auf die ersten Beiden mit je 59 Runden den Rang 3 in diesem Lauf und konnte damit die nötigen Punkte für die Vizemeisterschaft sichern. Den weiteren Einlauf könnt Ihr hier
nachlesen.
Nicht ganz so spektakulär ging es beim zuvor ausgefahrenen Truggy-Finale
her. Ein sauberer Start/Ziel - Sieg von Max Heydenreich vor der einzigen Frau im Fahrerfeld, Ann-Kathrin Gora vom gastgebenden Verein, die mit einer Runde Rückstand auf Max die nachfolgenden Fahrer jedoch gleich um 3 Runden distanzierte, eine tolle Leistung, die mehr erwarten lässt.
Damit standen fast alle Teilnehmer des Buggy-Laufes in der Siegerreihe und die wenigen Truggy-Piloten sowieso. Hier gilt es im SK Überlegungen anzustellen, wie die Ehrung unserer SK-Meister eine würdigere, d.h. breitere, Basis erhalten kann. Eine fixe Rotation der Läufe durch die ausrichtenden Vereine, eine kritische Prüfung der Zahl von Streichläufen aber eben auchdie Haltung eines jeden Einzelnen zur Teilnahme am sportlichen Wettkampf gehören wohl in die Diskussion und auf den Prüfstand.
Alle Details zum Wochenende in Zahlen gibt es hier .
Mehr als die unten angefügten Bilder findet Ihr in der Galerie
und wir bedanken uns bei Frau Andrea Schlautmann für eine ganze Reihe schöner Bilder vom Flair dieses Rennwochenendes.
Für's Poesiealbum des
R/C Car Off Road Rennsportes
Ostdeutscher Meister OR8 Sven Schlautmann
Ostdeutscher Vizemeister OR8 Philip Rosenthal
Der Dritte der ODM OR8 Gottfried Müller
Ostdeutscher Meister ORT Eberhard Beck Archivbild;
Auf Podestplatz 2 in Leipzig
Ostdeutscher Vizemeister ORT Peter Frank
Der Dritte der ODM ORT Oliver Reimann
und wie immer, für die Daheimgebliebenen gibt es hier die Finalläufe in voller Länge.
Finallauf Klasse: Buggy
Finallauf Klasse: Truggy
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1.
24-07-2009 11:00
...
Leider hatte das Band irgendwelche Schwierigkeiten, sodass einige FrameDrops vorhanden sind und damit Bild/Ton ruckelt