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Nach meiner Abwesenheit von den letzten Veranstaltungen war
es mal wieder Zeit an einem Rennen teilzunehmen. Und so bot sich die
Möglichkeit vom 12. bis 13. Juni dem 7. SM Lauf der Saison 2010 beim MRC Leipzig
e.V.
beizuwohnen.
Da die Nennliste nicht gerade aus allen Nähten platzte, war
eine Anreise am Freitag für einen guten Stellplatz zwar nicht zwingend
erforderlich, aber man weiß ja nie – außerdem konnte man schon mal so einen
Blick auf die leicht umgestaltete Rennstrecke werfen.
Später am Abend schauten wir gelassen bei Kaltgetränken der International Space
Station (ISS) auf ihrem Flug am Leipziger Nachthimmel zu.
Am Samstag starteten wir mit freundlich, strahlendem Himmel
und guter Laune ins Training. Schnell zeigte sich, dass kleine Veränderungen doch
große Probleme mit sich bringen können. So kämpfte die Vielzahl der Fahrer mit
Senke nach der Geraden, gefolgt von einer weiteren Senke nach dem 90° Bogen.
Dieses Hindernis, ein Überbleibsel von der 1:10 ORE DM, bereitete echtes
Kopfzerbrechen. Fuhr man zu langsam heran, war die Gefahr groß, dass das Heck
hochgeschleudert und man damit die Kontrolle verliert. War man wiederrum zu
schnell, schaffte man es kaum auf dem knappen Meter vor dem Bogen die Geschwindigkeit
auf ein Einlenkniveau zu drosseln.
Die restliche Strecke fuhr sich aber wie gewohnt flüssig und so wurden etliche
Runden von den ca. 50 anwesenden Teilnehmern abgespult.
Im Verlauf des Nachmittages zogen sich die Wolken zu und
verlauteten nichts Gutes. Schon wie ein guter Freund des Sportkreises Ost gesellte
sich, gegen 15.30 Uhr, ein kräftiger Regenguss zum Renngeschehen und unterbrach
somit das Freie Training auf unbestimmte Zeit. Als dann dieser besagte Regen
noch seinen Kumpel Wind mitbrachte, war es aus für den Samstag. Die Rennleitung
entschied für heute abzubrechen und den Sonntag mit 4 Vorläufen zu starten.
Die ungewollte Freizeit verbrachten wir dann meist unter einem Pavillon und
vertrieben uns die Zeit mittels Virtual RC – vielen Dank an Tobias Rosenthal
für die willkommene Abwechslung.
Der Sonntag war somit pickepacke voll und pünktlich um 9 Uhr
heulten die Motoren zum 1. Vorlauf, bei herrlichem Sonnenschein, auf. Der pralle
Zeitplan wurde von Rennleiter Ronny Herbst und Zeitnahme von Peter Leue ohne
große Abschweifungen abgearbeitet, sodass gegen 14 Uhr mit den unteren Finalläufen
begonnen werden konnte.
Hier zeigte sich persönlich für mich, dass so ein RC Car auch ab und zu mal
genauer angeschaut werden möchte und Kugellager keine 5 Liter in einem Modell
verbleiben müssen! Naja – die hämischen Worte dazu kann sich wohl jeder selbst denken …
Die großen Finalläufe starteten dann mit der Klasse Truggy
und versprachen Spannung. Denn gegen jeder Erwartung waren diesmal mehr als 5
Fahrer dieser Klasse angereist. Leider musste Thomas Moeller (MRC Leipzig)
frühzeitig aus persönlichen Gründen die Veranstaltung verlassen, sodass nur
noch 9 Fahrer an den Start gingen. Favoriten waren ganz klar Max Heydenreich
(MRC Meiningen) und Michael Herrmann (MRC Leipzig). Bedingt durch ein technisches
Problem in der 4. Runde verlor Max scheinbar seine Favoritenrolle und stand
fast 2 Minuten in der Box. So fuhren die schnellsten Drei: Michael Herrmann,
Christoph Quittel und Oliver Reimann fast 20 Minuten lang vorn ein einsames
Rennen. Wenn, ja wenn nicht Max Heydenreich wie von der Tarantel gestochen sich
durch das Fahrerfeld pflügte. Mit einer Rundenzeit von 28.189 Sekunden toppte
er sogar fast noch die Zeiten aus der Buggy Klasse. Respekt! So musste Oliver
Reimann ca. 5 Minuten vor Schluss den 3. Platz an Max abgeben und so lautete
nach 30 Minuten das Endergebnis wie folgt.
1. Michael Hermann (MRC Leipzig)
2. Christoph Quittel (k.A.)
3. Max Heydenreich (MRC Meiningen)
Das Buggy Finale versprach ebenfalls Spannung pur, waren
doch alle Fahrer mit ihren Rundenzeiten aus den Vorläufen sehr identisch.
Gestartet wurde nach den 4. Qualifikationsläufen in
folgender Reihenfolge:
1. Gerd Strenge (Roadrunner Berlin)
2. Manuel Meyer (MRC Sondershausen)
3. Mirko Morgenstern (Fast Boys Berlin)
4. Philip Rosenthal (MRC Sondershausen)
5. Guido Backsmann (MSC Pol. Braunschweig)
6. Sven Schlautmann (MRC Sondershausen)
7. Michael Schröder (RC Racing Club Eisenach)
8. Matthias Preissel (RC Racing Club Eisenach)
9. Daniel Bliefert (MC Schwedt)
10. Jonas Donner (Kyosho Deutschland)
Direkt nach dem Start (ca. 1m) in der ersten Kurve wurde das
Feld ordentlich durchgemischt und mit teils lauten Bekundungen vom Fahrerstand
/ Box kommentiert. Das Infield brachte wieder ein wenig Ruhe in das
Starterfeld, welche aber gleich nach der Geraden mit Zufahrt auf die Senke in
ein abermals lautes Gemurmel aus Richtung Fahrerstand wich.
Durch dieses Durcheinander vor Start / Ziel löste sich der Pulk von Fahrzeugen
auf und brachte somit in Runde 2 den nötigen Freiraum für jeden Fahrer.
Profiteur von diesem Gerangel um die beste Position war Philip Rosenthal.
Dieser setzte sich souverän an die Spitze und gab lange diese Führung nicht
mehr ab. Vom Pech verfolgt war leider wieder Gerd Strenge. An seinem Durango
Prototyp brach eine Schwinge was seine Weiterfahrt in Runde 15 abrupt stoppte. Doch
statt den Kopf in den Sand zu stecken, reparierte er innerhalb von 11 Minuten
sein Auto und kam auf die Strecke zurück. Hier hatte in der Zwischenzeit die
Pole Position gewechselt. Guido Backsmann überholte Philip und konnte sich
sogar leicht absetzen. Diese Führung gab er auch bis zum Ablauf der 30 Minuten
nicht mehr ab. So lautete dann das Top 3 Ergebnis wie folgt:
1. Guido Backsmann
2. Philip Rosenthal
3. Mirko Morgenstern
Am Ende bleibt eigentlich nur allen Gewinnern herzlich zu
gratulieren und dem MRC Leipzig für eine gelungene Veranstaltung zu danken.
Hier findet Ihr das Gesamtergebnis
und einige Bilder
vom Wochenende gibt es in der Galerie. Danke an Katrin und Oliver Reimann
dafür!
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