Das ist der Austragungsort des 1. Laufes zur Deutschen Meisterschaft 2009. Die Freunde in Senden haben mit einem beträchtlichen Kraftakt im Frühjahr dieses Jahres ein völlig neues Streckenlayout geschaffen und eine wirkliche Naturbahn hergerichtet. Doch dazu später mehr.
Was im Vorfeld noch auffiel, war der etwas neue, aber sehr angenehme, Umgang mit der Ausschreibung, Nennung und Informationspolitik über das Buggy-Forum überhaupt.
Der Trend auf deutschen Off-Road-Strecken geht ja immer mehr zu ziemlich befestigten Pisten, dem Verbauen von Stahl, Holz, Rasengittermatten und Teppichbelägen. Das ist natürlich dem Pflegfeaufwand in den Vereinen geschuldet. Deshalb muss man dem Team um Ernst Gulde und Walter Stange besonderen Dank für diese DM-Strecke bereits jetzt sagen. Die Piste mit ca. 280 m Länge bei einer durchschnittlichen Breits von 3 m besteht zu ca. 95 % aus natürlichem Lehmboden. Mit gut ausgebauten 7 Links- und 5 Rechtskurven, einem Doppelsprung, einem Table und drei Schanzen , sowie dem großen Sprung parallel zur Box, wird die Strecke ein flüssiges Fahren ermöglichen, was auch einem Video
aus dem Testbetrieb zu entnehmen ist. Der Fahrerstand hat eine Breite von 11 m und ist natürlich überdacht und ca. ein gutes Drittel des nicht zur Streckenfläche gehörendes Geländes steht dem Fahrelager zur Verfügung. Nachfolgend einige Impression vom Wergegang im Frühjahr 2009:
Natürlich steckt viel, viel mehr Arbeit hinter den wenigen Bildern.
Es wird sich zeigen, ob alle Ent-
scheidungen richtig waren und auf das "Wohlgefallen" der DM-Gemein-
de stoßen. Aber wie so oft gilt auch hier die Devise: Besser machen!
Wir sind gespannt auf drei ereignisreiche Tage und hoffen auf einen gutgelaunten Wettergott ...
Schon einmal gab es Schlagzeilen über Schlammschlachten. 2006 litt der Deutschland-Cup der Großmodelle unter dem Wetter:
Bemerkungen: Man sucht den Grip, noch viel Staub und loses Material auf der Strecke, mit ner 13-er Glocke scheint es schwer zu sein, Rundenzeiten in Gr. 1 [37. 449] (Feschtschenko).
In den Ergebnislisten werden jeweils die drei schnellsten Rd. gewertet.
Gr. 2 [37.271] (Reckward, D.)
Nach dem 1. Trainingstag führt D. Reckward die Liste der Trainingsschnellsten an, gefolgt von J. Neumann und A. Ertl.
UPD 22.08.2009
Heute gibt es nun die Trainings 5 und 6 sowie die Vorläufe. Nachden Läufen zum Training 5 (!!) hat sich keine Veränderung im Trainingsranglistenergebnis ergeben.
Vorläufe[1 bis 4 am Samstag, 5 am Sonntag, je 5 min, Lauf 5 in umgekehrter Reihenfolge]
So, im Moment läuft der letzte der Vorläufe. Gestern hatte ja das Wetter für einige Überraschungen gesorgt. Nach dem Gewitter am Freitagabend war die Bahn schlammig am Samstagmorgen, s.a. die Starterzahlen beim Training. Trotz noch weiterer Schauer trocknete die Bahn aber nach und nach ab und die Vorläufe konnten unter brauchbaren Bedingungen gestartet werden.
Nach VL 4
Daniel Reckward
Jörn Neumann
Stefan Scheuenpflug
Tim Bremicker
Andreas Ertl
als Top-Five bis dahin.
Nach allen 5 Vorläufen: TQ ist Daniel Reckward
2. Jörn Neumann
3. Tim Bremicker
Finals[1/256 bis1/8 je 15 min, 1/2 20 min, 40+ 30 min und Finale 40 min]
Sieger des 1. Laufes ist also Jörn Neumann vor Daniel Reckward und Tim Bremicker. Während Jörn und Daniel 70 Runden schafften und Jörn mit nur 1,1 sec. Vorsprung ins Ziel einlief hatte Tim bereits 1 Runde Rückstand.
Ein schöner Erfolg des jungen Jörn Neumann, der erst vor 3 Jahren in der Verbrenner-Szene auftauchte und bereits in den letzten Jahren den Sieg oft zum Greifen nah hatte aber entweder am Material oder auch Mechanikerfehlern scheiterte.
Im 40+ Finale dominierte Erfahrung: Gerhard Frank siegte mit wenigen Sekunden Vorsprung vor Sven Schlautmann und Andreas Koch.
Allen Siegern gratuliert das RBB WebTeam ganz herzlich und wir sind gespannt auf den 2. Lauf in Osterhofen.
Kleine Nachbetrachtung:
Wenn man die Verteilung der Altersklassen über alle Teilnehmer betrachtet, so ergibt sich mit 18 zu 21 % eine leichter Überhang zur Klasse 40+, d.h., in den Vereinen ist intensiv an der Nachwuchsgewinnung zu arbeiten.
International ist diese Verteilung allerdings kaum vom Durchschnitt abweichend, lediglich im asiatischen Raum sind die Werte für X und J wesentlich besser.
Betrachtet man dagegen die Verteilung über die Top 50 %, also die erste Hälfte aller Teilnehmer, dann fällt einmal auf, dass kein Vertreter der Juniorklasse dabei ist, andererseits aber die Jugendlichen mit 10 % die Altersklasse 40+ überbieten und fast ein Viertel dieses Teilnehmerspektrums bilden, was eine gute Basis für die Zukunft sein kann und sicher noch Potenzial in sich birgt.
Eine Abschlussbemerkung zu unserem Sportkreis:
Mit 30 % unserer Teilnehmer sind wir in die erste Hälfte des gesamten Teilnehmerfeldes gelangt,
wobei der Rang 26 von René König herausragend ist, die anderen Top 5 aber nicht verschwiegen werden sollen;
26 René König
49 Gerd Strenge
51 Maximilian Block
54 Philip Rosenthal
65 Sven Schlautmann
Das Gesamtergebnis könnt Ihr hier
nachlesen und viele Bildimpressionen hat uns S. Schlautmann für die Galerie
zur Verfügung gestellt.